25 Jahre DeDeNet: Generationenwechsel im Familienunternehmen

|DeDeNet

1996 gründeten Lutz Döring und Gernot Dähne DeDeNet und haben das Unternehmen gemeinsam auf Wachstumskurs gebracht. Nach 25 Jahren reicht Lutz Döring nun den Staffelstab innerhalb der Familie weiter und überträgt seine Firmenanteile an seine Söhne Karsten und Mario. Aus diesem Anlass laden wir Sie im Interview mit Gernot Dähne, Lutz Döring, Mario Döring und Karsten Döring zu ganz persönlichen Einblicken in die Firmenhistorie und die DeDeNet-Familie ein.

Lutz Döring und Gernot Dähne, zusammen schauen Sie auf 25 Jahre Firmengeschichte zurück. Verraten Sie uns, was Ihre langjährige Zusammenarbeit so erfolgreich gemacht hat?

Lutz Döring: Unsere Zusammenarbeit war von Beginn an durch ein gegenseitiges Grundvertrauen geprägt. Gernot und ich haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass wir auch dann zu übereinstimmenden Ergebnissen gelangen, wenn wir wichtige Entwicklungen ganz unabhängig voneinander beurteilen. Dies führte dazu, dass wir auf komplexe Entscheidungsprozesse weitestgehend verzichten konnten. Stattdessen waren wir in der Lage, auf neue und möglicherweise bedrohliche Situationen zeitnah zu reagieren und schnelle Lösungsansätze zu entwickeln.

Gernot Dähne: Das hat sich besonders in den großen Krisen des vergangenen Vierteljahrhunderts bewährt: Die Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende, die Finanzkrise 2009 und die Corona-Krise haben wir zusammen sicher überstanden. Wir haben immer sauber gewirtschaftet und nur das investiert, was wir auch verdient hatten. Viele Firmen, die uns rechts und links überholt haben, existieren lange nicht mehr. Lutz und ich haben uns gegenseitig vielfach bewiesen, dass wir immer fair und verlässlich zueinanderstehen. Nur mit diesem Vertrauen kann man langfristig gemeinsam ein erfolgreiches Unternehmen führen.

 

Welche Eigenschaften haben Sie während dieser Zeit aneinander besonders schätzen gelernt?

Gernot Dähne: Lutz geht Ideen und neuen Wegen unvoreingenommen und erst einmal ohne viel Abwägen nach. Bei ihm stehen immer die Chancen im Vordergrund, nicht die Risiken.

Lutz Döring: Und Gernot ist ein echter „Meister der Zahlen“! So haben wir uns von Anfang an bestens ergänzt und damit den Grundstein für die heutige Entwicklung von DeDeNet gelegt.

 

Karsten und Mario Döring, nun übernehmen Sie die Firmenanteile Ihres Vaters – Teil der DeDeNet-Familie sind Sie aber beide bereits seit Langem. Wann und warum haben Sie sich dazu entschieden, in das Unternehmen Ihres Vaters einzusteigen?

Karsten Döring: Tatsächlich arbeite auch ich schon seit 25 Jahren für DeDeNet. Bereits während meiner Schulzeit begann ich mit der Software-Entwicklung und beschloss, dies zu meinem Beruf zu machen. Deshalb war es für mich 1996 im Zuge des Internet-Booms und der Gründung von DeDeNet ein einfacher Entschluss, meinem Vater in das Unternehmen zu folgen und meinen Teil dazu beizutragen, die Firma voranzubringen.

Mario Döring: Ich schloss mich Karsten einige Monate später an und stieg im Januar 1998 zunächst als Aushilfe bei DeDeNet ein. Damals befanden sich die Büros des Standorts Echte noch bei uns zu Hause – somit war ich vom ersten Tag an hautnah dabei und habe mich als Teil der Firma gefühlt. In der Familie verstehen wir uns bestens und zudem hat unser Vater uns seine Technikaffinität und Freude am Programmieren ganz offensichtlich vererbt. Daher war für mich immer klar, dass ich mich mit dieser Leidenschaft in die Entwicklung von DeDeNet einbringen werde. Die Frage, ob ich Firmenanteile meines Vaters übernehmen möchte, stellte sich mir somit gar nicht erst.

 

Ihre berufliche Laufbahn und Ihre Entscheidungen wurden also stark durch Ihr Familienleben und die Erfahrungen Ihres Vaters beeinflusst?

Karsten Döring: Mein Vater war schon immer unternehmerisch tätig, seit ich mich erinnern kann – dies färbte natürlich auf uns Kinder ab. Deshalb war es für mich ein logischer Schritt, mit dem Einstieg in die Geschäftsleitung Verantwortung für Unternehmen und Belegschaft zu übernehmen.

Mario Döring: Meine Entscheidungen habe ich stets nach bestem Gewissen im Sinne des Unternehmens getroffen, denn wenn es dem Unternehmen gutgeht, geht es den Mitarbeitenden ebenfalls gut. Ich vermute, dass mir diese Denkweise durch meine Erziehung vermittelt wurde!

 

Gernot Dähne, bringt der Generationenwechsel in Ihren Augen Veränderungen mit sich und wenn ja, welche?

Gernot Dähne: Wir sind seit 25 Jahren stolz darauf, ein Familienunternehmen zu sein, in dem Karsten und Mario Döring fast von Beginn an einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von DeDeNet geleistet haben. Auch wenn auf dem Papier nun ein Generationenwechsel stattfindet: In der Realität ziehen wir bereits seit Jahren erfolgreich an einem Strang. Warum sollten wir jetzt in eine andere Richtung ziehen?

 

Lutz Döring, fiel es Ihnen schwer, sich in den vergangenen Jahren bereits aus der operativen Geschäftsleitung zurückzuziehen und Ihren Söhnen nun das Steuer komplett zu überlassen?

Lutz Döring: Nein, gar nicht! DeDeNet steht auf solidem Fundament und alle Entscheidungsträger haben ein gemeinsames Ziel, das meine Söhne nun gemeinsam mit Gernot Dähne übergangslos weiterverfolgen. Da beide schon mehrere Jahre lang in leitenden Positionen Verantwortung übernommen haben, können wir alle uns darauf verlassen, dass die Erfolgsgeschichte von DeDeNet fortgesetzt wird.

 

Auch wenn sich im Laufe der Jahre manches verändert hat – DeDeNet ist und bleibt ein Familienunternehmen. Was macht die DeDeNet-Familie jetzt und in Zukunft aus?

Gernot Dähne: Die Besonderheit von DeDeNet ist die Kombination aus Teamgeist und Individualität. Teamgeist, weil wir gemeinsam mit Nachdruck das Ziel verfolgen, durch wirtschaftlichen Erfolg den Bestand der Arbeitsplätze und des Unternehmens dauerhaft zu sichern. Und Individualität, weil wir wie in einer echten Familie jedem die Chance geben, sich zu entwickeln und persönliche Stärken auszuspielen.

Karsten Döring: Wenn wir von „Familie“ sprechen, meinen wir nicht nur, dass DeDeNet von einer bzw. zwei Familien geleitet wird. Bei uns steht der Begriff „Familienunternehmen“ auch für das gemeinsame Arbeiten mit der gesamten Belegschaft, die zu einer großen Familie zusammengewachsen ist.

Mario Döring: Dabei ist wie in einer richtigen Familie der Zusammenhalt besonders wichtig. Auch in stressigen Phasen wird niemand allein gelassen, sondern immer stehen Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. So sind aus manchen Arbeitskollegen beste Freunde geworden!

Lutz Döring: Genau das ist es, was DeDeNet für uns alle ausmacht: Vertrauen. Und für zukünftige Mitarbeiter: Vertrauensvorschuss. Beides hat uns in den vergangenen Jahren zu dem gemacht, was wir heute sind. Und so sollte es auch bleiben!

 

Auf den Fotos:
Familie Döring: Mario, Lutz und Karsten Döring
Geschäftsleitung: Gernot Dähne und Karsten Döring

SHOW ALL